FAQ

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Insolvenzverfahren

 

1. Wie ist der weitere Ablauf des Verfahrens?

Die erste Gläubigerversammlung der KTG Energie AG ist für den 3. Februar 2017 beim zuständigen Amtsgericht in Neuruppin anberaumt. An diesem Tag werden die Gläubiger umfassend über den Verlauf des Verfahrens und die sich ergebenden Befriedigungsaussichten informiert. Im direkten Anschluss findet dort auch der Termin zur Erörterung des und Abstimmung über den Insolvenzplan statt.

 

2. Wo kann ich als Gläubiger/Aktionär den Insolvenzplan einsehen?

Der Insolvenzplan liegt auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Neuruppin zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Darüber hinaus erhalten alle Gläubiger – sofern sie ihre Forderungen angemeldet haben – ein Exemplar des Plans auf dem Postweg zugesandt.

 

3. Was muss ich als Gläubiger machen, um meine Forderungen anzumelden bzw. an der Abstimmung über den Insolvenzplan teilzunehmen?

Gläubiger werden aufgefordert, ihre Forderungen schriftlich – möglichst bis zum 24. Januar 2017 – bei dem Sachwalter (Rechtsanwalt Torsten Martini, Kurfürstendamm 26a, 10719 Berlin) unter dem Aktenzeichen 15 IN 260/16 und unter Beifügung der die Forderungen belegenden Urkunden anzumelden. Das Formular zur Forderungsanmeldung erhalten Sie auf der Website des Amtsgerichts Neuruppin: http://www.ag-neuruppin.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=206328. Die schriftliche Anmeldung der Forderungen dient als Nachweis der Berechtigung zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung und zur Abstimmung über den Insolvenzplan der KTG Energie AG.

 

4. Wie hoch ist meine Zinsforderung als Anleihegläubiger?

Die KTG Energie-Anleihe hat einen Zinssatz in Höhe von 7,25% p.a. Die Berechnung der Zinsen erfolgt gem. Ziff. 7.4 Buchstabe d) der Anleihebedingungen auf Grundlage der tatsächlich verstrichenen Tage des Zinsberechnungszeitraums, geteilt durch die Anzahl der Tage der Zinsperiode (Actual/Actual-Methode). Aufgrund der Insolvenzantragstellung am 27.09.2016 wurden am 28.09.2016 keine Zinsen mehr ausgezahlt.

Je Schuldverschreibung im Nennwert von EUR 1.000,00 können Anleihegläubiger bei der Forderungsanmeldung daher

  • Zinsen in Höhe von EUR 72,50 für den Zeitraum vom 28.09.2015 bis zum 27.09.2016 sowie
  • weitere seit dem 28.09.2016 bis 30. November 2016 (einschließlich) aufgelaufenen Zinsen (64 Zinstage) in Höhe von EUR 12,71
  • insgesamt also Zinsen in Höhe von EUR 85,21 anmelden.

Ein Anleihegläubiger, der beispielsweise 23 Schuldverschreibungen im Nennwert von insgesamt EUR 23.000,00 in seinem Depot hält, kann dementsprechend Zinsen in Höhe von insgesamt EUR 1.959,83 anmelden.

 

5. Warum sollte ich als Gläubiger für den Insolvenzplan stimmen?

Nach einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Gesamtsituation durch eine unabhängige Beratungsgesellschaft sowie auf Basis der aktuell vorliegenden Finanzierungszusagen beinhaltet der vorgelegte Insolvenzplan ein Konzept, um die maximal mögliche Insolvenzquote zu erreichen und den Fortbestand der KTG Energie AG zu sichern.

Bei einer Ablehnung des Insolvenzplans ist mit einer Zerschlagung der Gesellschaft zu rechnen. Die Quotenerwartung im Liquidationsfall liegt aus heutiger Sicht bei null.

Für die Gläubiger bietet der Insolvenzplan daher nach heutigem Kenntnisstand die einzige Chance, überhaupt eine Quotenzahlung zu erreichen und über einen Besserungsschein an künftigen Ertragsaussichten zu partizipieren.

 

6. Wie hoch ist die im Insolvenzplan aktuell vorgesehene Insolvenzquote?

Die in der aktuellen Fassung des Insolvenzplans vorgesehene (unverbindliche) Quotenerwartung für die nicht nachrangigen ungesicherten Gläubiger im Rang des § 38 InsO liegt basierend auf bestimmten Annahmen bei derzeit 2,94 Prozent zzgl. einer Beteiligung der Gläubiger an künftigen Gewinnen des Konzerns, die nicht konkret zu beziffern ist, weil es sich um künftige Ertragsaussichten handelt. Sollten sich die für die Berechnung zugrundeliegenden Annahmen im Laufe des weiteren Insolvenzverfahrens ändern, ist eine Anpassung der Quote möglich. Genaueres hierzu findet sich im Insolvenzplan auf den Seiten 52 ff.

 

7. Wozu dient der aktuell laufende M&A-Prozess und wie ist der Status quo?

Der Vorstand der KTG Energie AG prüft pflichtgemäß alle Sanierungsoptionen für die Gesellschaft, um die bestmögliche Gläubigerbefriedigung aus dem vorhandenen Schuldnervermögen zu erreichen. Potentielle Investoren konnten bis 31. Dezember 2016 unverbindliche Angebote vorlegen. Seither führt eine Gruppe von Interessenten eine intensive Prüfung der Unternehmen durch. Diese sind angehalten, ihre verbindlichen Angebote bis zum 31. Januar 2017 einzureichen. Soweit sich daraus neuere Erkenntnisse zu den zugrunde gelegten Vergleichswerten im Insolvenzplan ergeben, die möglicherweise auch eine Verbesserung der Quote für die Gläubiger nach sich ziehen, werden diese Alternativen zum Plan selbstverständlich auf ihre Machbarkeit hin geprüft. 

 

8. Was ist, wenn ich nicht persönlich an der Gläubigerversammlung teilnehmen kann?

Sollten Gläubiger keine Möglichkeit haben, an der Gläubigerversammlung am 3. Februar 2017 teilzunehmen, können sie ihre Stimmen von einem Prozessvertreter vertreten lassen. Die Vollmacht und Weisungen des Vollmachtgebers an den Vertreter bedürfen der Schriftform.

 

9. Wer sind die wesentlichen Gläubiger der KTG Energie AG?

Die wesentlichen Gläubiger der KTG Energie AG sind die Inhaber der 2012 emittierten Unternehmensanleihe (WKN: A1ML25) sowie die Agrar ZG Projektbeteiligungs GmbH, die der Gesellschaft ein Massedarlehen zur Verfügung gestellt hat. Darüber hinaus zahlreiche Lieferanten und Dienstleister, Arbeitnehmer und die Agentur für Arbeit sowie Banken.

 

10. Was passiert, wenn bei der Abstimmung nicht die erforderliche Mehrheit für den Insolvenzplan erreicht wird?

Sollte für die Annahme des Insolvenzplans nicht die erforderliche Mehrheit erreicht werden, wird die KTG Energie AG die Situation neu bewerten. Es ist wahrscheinlich, dass dies die Abwicklung der Gesellschaft in Rahmen eines Regelinsolvenzverfahrens zur Folge hätte. Nach aktuellen Berechnungen wird in diesem Fall bei Abschluss des Insolvenzverfahrens keine Insolvenzquote an die Gläubiger ausbezahlt werden können.

 

11. Was passiert mit den bestehenden Aktionären?

Die Gesellschaft befindet sich im Insolvenzverfahren, weil sie nicht in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Da eine Bedienung des Eigenkapitals erst erfolgen kann, wenn sämtliche Verbindlichkeiten erfüllt sind, folgt hieraus, dass das Eigenkapital wirtschaftlich wertlos ist. Aus diesem Grund ist auch im Rahmen des Insolvenzplans geplant, diese Situation rechtlich nachzuvollziehen und das Grundkapital auf null herabzusetzen.

 

12. Warum hat der Vorstand ein Delisting der KTG Energie Aktie und der Anleihe beschlossen?

Das Delisting der KTG Energie Aktie (WKN: A0HNG5) und der KTG Energie Unternehmensanleihe (WKN: A1ML25) wurde beschlossen, um eine Kündigung seitens der Deutsche Börse AG zu vermeiden, die zu einem noch schnelleren Wegfall der Handelsmöglichkeit geführt hätte. Die Börse hatte am 5. Dezember 2016 den Vorstand kontaktiert und diesem zur Vermeidung einer Kündigung durch die Deutsche Börse nahegelegt, bis längstens 9. Dezember 2016 selbst zu kündigen. Durch die Eigenkündigung wurde eine Handelsmöglichkeit für Schuldverschreibungen bis zum 2. Februar 2017 eingeräumt. Die Aktie ist seit dem 20. Januar 2017 nicht mehr handelbar.

Unsere Erfolgsfaktoren

STROM

Wir erzeugen Energie dezentral – spitzen- und grundlastfähig

Unsere derzeit am Netz befindlichen Anlagen haben eine Leistung von über 53 Megawatt. Der so erzeugte Strom deckt den Bedarf von rund 500.000 Menschen. Dies entspricht einer Großstadt wie Hannover.

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Wir nutzen das vorhandene Gasnetz

Biogas ermöglicht eine dezentrale Versorgung durch den Transport in das öffentliche Gasnetz – ohne Wirkungsgradverlust und ohne zusätzliche Kosten.

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Wir liefern Wärme, wo sie gebraucht wird

Über Wärmenetze liefern wir die von uns generierte Wärme genau dahin, wo sie gebraucht wird.

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